50 Jahre Schwimmabteilung

 

Frank Dittmann hat in mühevoller Arbeit die Chronik von 50 Jahren Schwimmabteilung zusammengeschrieben. Nun ja, er war ja von Anfang an dabei und hat den Überblick.
Trotzdem ist diese Chronik, nicht zuletzt aufgrund der verlorenen Dokumente beim Brand im Hallenbad, nicht komplett. Wer noch was weiss, wer noch Bilder hat, bitte bei mir melden.
"Aus dem Chaos nach dem Hallenbadbrand am 13. Januar war es mühsam aus unseren Archiv wenigstens die wichtigen Unterlagen zu retten, alles war durchgeweicht, schwamm zum Teil im Keller herum. Fast lückenlos sind alle Bestlisten ab 1962 zusammengesucht worden und da durchgeweicht, mussten alle neu geschrieben werden. Darin sind alle Schwimmerinnen und Schwimmer erfasst, die in den Jahren für den TV Mengen geschwommen sind. Die zu den Hauptversammlungen vorgetragen Jahresberichte haben ebenfalls teilweise überlebt. Sie geben einen guten Überblick über die Schwierigkeiten am Anfang, Geldnöte und natürlich Erfolge." (Frank Dittmann, 12/2009)
Joachim Sirch, Dezember 2009

 

Gründung der Abteilung

Im Juni 1959 wurde das Freibad der Stadt Mengen eröffnet. Es war das erste moderne Freibad in der Region,  mit Wasseraufbereitung, wettkampfgerechtem 50 m Becken mit 6 Startbahnen und einer 3 m Sprunganlage. Die treibende Kraft, die den Gemeinderat für den Neubau überzeugen konnte, war der noch junge Bürgermeister Hermann Zepf. Und nach seiner Vorstellung gehörte dann auch umgehend ein Schwimmverein, oder zumindest eine Schwimmabteilung des TV Mengen,  ins Bad. Zu einer Gründungsversammlung wurde bereits im Juli 1959 eingeladen, die dann auch auf der Terrasse am Freibad Kiosk stattfand. Es hatten sich ca. 30 Personen eingefunden. Wie aber das Vorhaben angegangen werden sollte wusste niemand so recht.

Es musste auf alle Fälle ein Vorstand gewählt werden.  Der aus Schwäbisch Gmünd stammende Willi Schneider,  Bahnhofsvorstand in Mengen, war der Einzige der schon einmal Mitglied in einem Schwimmverein war. Gute Voraussetzung, er wurde einstimmig gewählt.
Für die sportliche Leitung schlug Bürgermeister Zepf den Bademeister Frank Dittmann vor. Die Wahl ergab für Dittmann nur 2 Stimmen, als Neubürger hatte man damals in Mengen keine Chance. Gewählt wurde Horst Stöhr.

Das war dann für die Sommersaison 59 schon alles an Aktivität, im folgenden Winter wurde einmal wöchentlich eine Busfahrt zum Hallenbad Ebingen organisiert. Mehr zum Baden, von Schwimmtraining keine Spur, aber zum Ausgleich  Springen vom ein und drei Meter Brett. Um überhaupt zu einem Start für eine Schwimmabteilung zu kommen, schlug Dittmann 1960 vor, ein 1. Schüler und Jugend Schwimmfest der Stadt Mengen zu organisieren, das dann auch am 2.07.1960  ausgetragen wurde. Ein voller Erfolg, mit diesen Kindern wurde im Laufe der Jahre eine schlagkräftige Schwimmmannschaft gebildet. Zehn Jahre lang wurden mit Unterstützung der Stadt und den Schulen  die Schülermeisterschaften fortgeführt, mitunter bis zu 200 Teilnehmern.

 

1960-1969 

 

1960                       

1. Schüler und Jugend Schwimmfest der Stadt Mengen am22.07.1960. Ausgeschrieben sind 50 m Strecken in Kraul und Brustschwimmen. 85Buben und Mädels kämpfen vor großen Zuschauerinteresse um kleine Sachpreise. Unter den Siegern waren Roman und Renate Dietsche, Ursel Kemmler, Klara Günther, Wolfgang und Marianne Bärnwick, Hermann Schall, Karl Traub, Brunhilde Hagmann, Brigitte Wernard. Außerdem die etwas älterem Armin Schmid, Otmar Baurund und Gerlinde Schnurrenberger. Sie bilden in den kommenden Jahren den Kern einer Schwimmmnannschaft. Das Protokoll der Veranstaltung ist erhalten.

 

1961                        

Der Jahresbericht vom Vorstand Schneider spricht von einem  ungünstigen Jahr. Die Bezirksmeisterschaften, an denen man teilnehmen wollte, wurden zweimal abgesagt wegen nur 16 Grad Wassertemperatur. An Training unter den Umständen war kaum zu denken, Das Schülerschwimmfest kam aber zu Stande, danach konnten 15 Neuanmeldungen für die Schwimmabteilung gebucht werden. Von Spenden konnte man 3 Stoppuhren und 4 Schwimmbretter kaufen.

 

1962                            

Bereits im Winter konnte auf dem Sonnenluger im neuen Lehrschwimmbecken trainiert werden, auch durch den warmen Sommer kam dasTraining immer mehr im Fluss, so dass bald 1000 m pro Einheit erreicht wurden, schreibt Vorstand Schneider. Mit 17 Schwimmer und Schwimmerinnen wurde bei sechs Wettkämpfen gestartet, noch mit bescheidenen Erfolgen. Renate Dietsche gewinnt bei den Schülerinnen über 50 m Rücken den ersten Bezirksmeistertitel für den TV Mengen. Die nachträgliche Verleihung der Urkunden übernahm Bürgermeister Zepf  in einer kleinen Feierstunde im Freibad.

 

1964

Dieser Jahresbericht ist mit 5 Seiten sehr ausführlich. Bei 26 Wettkämpfen über das Jahr  starteten 25 Mädels und 19 Buben. Hier die Namen, Brunhilde Hagmann mit  52 Starts, Renate Dietsche 47, Werner Kempin 46, Monika Österreich 42, Wolfgang Bärnwick und Brigitte Wasseer 26, Martin Rometsch  19, Gerlinde Schnurrenberger 18, Regina Zepf,16, Romon Dietsche 15, Brigitte Wernard 14, Brigitte Bausch 13, Karl Traub 12, Peter Willig 11 und Ilona Paschedag 10 mal. Gefahrene Kilometer 4470 und Personenkilometer 36 810. Unsere Damenmannschaft gewann in Pfullendorf bei den IABS Meisterschaften den Pokal als beste Mannschaft, bei den Jugendmeisterschaften war der TV Mengen mit 11 Siegen vor Konstanz 8, der beste Verein.

Es gibt Schwierigkeiten mit den Schulen. Bei schlechten Noten oder Fehlverhalten wird als gängige Strafe Trainingsverbot für die Schwimmer verordnet. Dreimal Training pro Woche über eine Stunde wird also zu große Belastung gefunden.

Beim Schulschwimmfest aller Schulen starten 90 Mädels und 110 Buben.

Eine neue Kinderabteilung wurde eingeführt, 40 wurden eingeladen und 60 kamen.

 


1970-1979

1970

Mit 140 Aktiven in allen Altersklassenist die Arbeit fast nicht mehr zu bewältigen. Leistungsmäßig war es Jahr um Jahr weiter gegangen. Die Mädchen in der Besetzung Britte Bausch, Susi Müller, Daniela Seidner, Viviann und Birgit Dittmann, Ingrid Kramer, Sonja Kessler, Annelies Maier, Brunhilde und Brigitte Hagmann schwammen württembergischen Rekord über 10 x 100 m Freistil. Im Radio erwähnt und im TV bei Siegerehrungen zu sehen Schwimmerinnen des TV.  Es wird wieder bei über 30 Wettkämpfen gestartet. Mit 2732 DM Einnahme stehen 3500,11DM Ausgaben gegenüber, trotz dass die Firmen Schlösser und Schuler jede Woche ihre Werksbusse kostenlos und vollgetankt zu Verfügung stellen.

 

1971

In diesen Jahr, 12 Jahre nach derGründung der Schwimmabteilung, schlägt der TV voll zu.

7 Württembergische Meisterschaften der offenen Klasse und 8  Jugend-und Schülermeisterschaften. Viviann Dittmann holt zweimal Silber bei den Deutschen Schülermeisterschaften  Die Mädels des TV schwimmen weitere drei Württembergische Rekorde. Bei 37 Veranstaltungen wurde gestartet. Die Vereinsrekorde wurden 106 mal verbessert 60 mal von den Damenund 46 mal von den Herren.

Die Vereinsrekorde bei den Männern:

Reinhold Wolfert 10,  Ingo Seidner 9, Martin Rometsch 4 und Werner Kempin 1.

Bei den Frauen:

Viviann Dittmann 9, Daniela Seidner 7,Birgit Dittmann und Brunhilde Hagmann je 3. Vereinsmeister wurden 1971 Sonja Kessler und Reinhold Haser.

 

1972

In diesem Jahr hatte man bei den Frauen eine Mannschaft zusammen, Mädels zwischen 14 und 17 Jahre alt, die die Szene beherrschen. Bei den Jungen ist Reinhold Wolfert und Ingo Seidner in Bestform.1972 gingen 12 Landestitel der offene Klasse und 12 Jugendmeisterschaften nach Mengen. 22 mal wurden Württembergische Rekorde verbessert, davon waren noch 13 am Ende des Jahres im Besitz des TV Mengen. In der Vereinswertung lag der TV Mengen auf Rang 3 nach dem SV Cannstatt und SV Schwäbisch Gmünd. Bei den Deutschen Jugendmeisterschaften erschwammen sich Alexander Luib, Reinhold Wolfert und Viviann Dittmann zu Platzierungen für das Podium. Die Damenmannschaft stieg in die Regionalliga Süd, der heutigen 2. Bundesliga auf und hatte als Gegner München, Erlangen, Darmstadt, Idar-Oberstein, Frankfurt, Heilbronn, Rüsselsheim und Freiburg. Viviann Dittmann schwamm die Qualifikationen für Olympia in der neuen Olympiahalle in München und wohnte im Olympischen Dorf. Die Frauenstaffel war über alle Strecken und Schwimmarten mit Daniela Seidner, Annelies Maier, Susi Müller und Viviann Dittmann in Württemberg unschlagbar.

 

1973

Die Stadt Mengen hat jetzt ein richtiges Hallenbad und die Schwimmabteilung bekommt Stunden fürs Training der Mannschaft, aber zur Ausbildung der vielen Kinder sind vorerst keine Stunden frei und man muss weiter im Lehrschwimmbecken bleiben.. 11 Landestitel der offenen Klasse und 20 württembergische Jugendmeisterschaften gewinnen 7 Schwimmer. Viviann Dittmann wird Deutsche Jugendmeisterin über 200 m Freistilin in 2:15,2 in Aachen. Plötzlich tauchen aber auch die Jahrgänge 1959 bis 1962 in den Bestenlisten auf , es sind bei den Mädels Ute Büchsler, Petra Gottwald, Anette Rust, Bärbel Klein, Ulrike Hafner und Ulrike Neher , bei den Buben Jochen Rau, Joachim Isenmann, Joachim Sirch, Dieter Sorg um nur einige zunennen. Viviann Dittmann hält am Ende des Jahres alle Freistilrekorde für Kurz-und Langbahn von 100 bis 800 m des Württembergischen Schwimmverbandes und die Deutschen Jahrgangsrekorde über  100 m Freistil Kurz- und Langbahn in 1:00,1 und 1:02,4. Die Abteilung schwimmt 42 Wettkämpfe in 30 verschiedenen Städten und 4 Ländern.

 

1974

Wir fangen mit den Kinderschwimmkursen an und der Antrag ist riesig. Aus dem ganzen Umland  kommen die Kinder und es müssen sofort Wartelisten eingeführt werden. Lissy Rometsch beginnt ihre Karriere als Schwimmmutti für die Anfänger, die heute noch andauert.

18 Schwimmer der Abteilung erkämpfen sich  eine Deutsche Meisterschaft, 5 Landestitel und 39 württembergische Jugendmeisterschaften, auf Bezirksebene 18 Titel und 77 Jugendmeisterschaften. Die Damenmannschaft schwimmt immer noch in der Regionalliga Süd und landet bei 12 Mannschaften auf Rang 7. Die Männermannschaft schafft aus der Verbandsliga den Aufstieg in die Oberliga Baden-Württemberg und hat als Gegner SK Sparta Konstanz, SSV Ulm, SV Göppingen, 1. BSC Pforzheim, VW Mannheim, SV Gmünd, SC Villingen und den SF Neckarsulm. Besonders hervorgehoben wird die Leistungsentwicklung vom Nachwuchs mit Frank Faude, Joachim Sirch, Achim Oess, Petra Gottwald, Birgit Steinfels, Anette Rust und vor allen von Bärbel Klein, die an Qualifikationszeiten für Deutsche Meisterschaften heranschwimmt.

Erstmals wurde das Weihnachtsschwimmen mit großen Anklang durchgeführt.

Die Vereinsmeisterschaft 1974, die Gesamtzeit der vier 100 m Strecken gewann Ingo Seidner in 4:37,0 vor Reinhold Wolfert 4:38,2 und Jochen Rau 4:55,7. Bei den Frauen Viviann Dittmann 5:13,3 vor Susi Müler 5:22,0 und Daniela Seidner 5:31,3, Bei den Schülern war Klaus Kubenz vorn, bei den Knaben Martin Müller. Bei den Schülerinnen Ute Büchsler und bei  den Mädchen Claudia Craemer.

 

1975

Auch 1975 schwimmt der TV weiter aufhohen Niveau. Bei den Vereinsrekorden gibt es doch neue Namen. Reinold Wolfertist mit 13 Notierungen noch immer einsame Spitze, neu Jochen Rau auf den Rückenstrecken 4 mal. Martin Rometsch hält noch immer die 2 Bestzeiten in Brust auf der langen Bahn Je einmal ist Frank Faude, Wolfgang Jahns und Ingo Seidner verzeichnet. Bei den Frauen steht Viviann Dittmann 16 mal an der Spitze, gefolgt von Ute Büchsler 6,  Bärbel Klein 2 und Gerlinde Fürst 1. Die Vereinsmeisterschaften sehen die selben Sieger wie im Vorjahr. Ein Familienstaffeltag wurde eingeführt und machte den Beteiligten viel Spaß.

 

1976

Im Jahresbericht steht, dass auch 1976 alles wie gewohnt erfolgreich weiterläuft. Aber man ist fast geneigt, dass alles Routine ist und als Selbstverständlichkeit kaum noch wahrgenommen wird. Die Damenmannschaft steigt in Völklingen eigentlich grundlos aus der Regionalliga in die Baden-Württembergliga ab, weil man am Fastnachtssamstag den vierten Abschnitt nicht mehr mit schwamm um noch rechtzeitig zum Hemadglonckerball nach Ennetach zu kommen. Vorteil: Männer und Frauen schwimmen jetzt in einer Liga und die Organisation wird leichter. Die 2. Mannschaft der Frauen ist in die Verbandsliga aufgestiegen und die 2. der Männer ist in de rBezirksliga Süd. Wir haben also 4 Mannschaften bei den DeutschenMannschaftsmeisterschaften am Start.  Zu den Jugendmannschaftsmeisterschaften gingen bei den Vorkämpfen 6 Mannschaftenan den Start, 5 kamen ins Bezirksfinale und 4 bis in den Württembergischen Endkampf. Von 148 teilnehmenden Vereinen wurde der TV Mengen 5. Bruno Steinfels und Frank Dittmann haben neben der Trainer- und Vereinsarbeit auch noch das Kampfrichterwesen im Bezirk und Land im Griff.

 

1977

Auch 1997 geht es unverändert weiter, bei den Deutschen Jungendmannschafsmeisterschaften bringt der TVM 11 Mannschaften an den Start, über die Bezirksmeisterschaften qualifizieren sich 5 Mannschaften für das Baden-Württembergische Finale. Bei den Sportkreis- und Turngau Meisterschaften starten vom TV über 100 Schwimmer. Aber so langsam besteht die Gefahr, dass durch die Masse der Schwimmer die Leistungsförderung leidet und nicht mehr im gewünschten Maße steuerbar ist.

 

1978

Wieder einmal sind im Jahresbreicht alle Wettkämpfe aufgezählt bei denen der TVM am Start ist. Mit 40 Wettkämpfenim Jahr war man fast ohne Unterbrechung mit den einzelnen Mannschaften der Schüler, der Jugend  der offenen Klasse unterwegs. Herausragend das Bundesschwimmfest der Jugend in Kiel, die Schüler erkämpften sich als beste Mannschaft den Pokal der Landtags Fraktion der CDU. Aber das Wichtigste war die Flugreise von Stuttgart nach Kiel und zurück. Für die meisten Schüler die erste Flugreise überhaupt.

Den Trainings- und Übungsbetrieb halten Frank Dittmann, Bruno Steinfels, Lissy Rometsch und Petra Hagmann  am Laufen, Assistenztrainer sind Dieter Auler, Alf und Rita Müller, Jochen Rau und Reinhold Wolfert. Die Bestenlistenführt Martha Steinfels. Für 1979 soll versucht werden die Verantwortungen auf mehr Schultern zu verlagern.

 

1979

Die Aufgaben sind verteilt, Fachgebiet Sportabzeichen Werner Kugler, Andreas Kränzler, Elternschwimmen Peter Egle,  Frühlings- und Stiftungsfest Edmund Locher, Vereinsstatistik Familie Locher, Bestenlisten Familie Müller, Sportkreis Bruno Steinfels. Zusätzliche Übungsleiter Dieter Auler, Petra Hagmann, Petra Gottwald, Anette Rust und Joachim Sirch, aber für den gesamten Betrieb, das Training, Wettkämpfe, Meldungen und der Kontakt zur Presse bleibt weiter bei Frank Dittmann.

Wir haben die Training- und Übungsstunden voll  mit  Schwimmerinnen, aber außer den GeschwisternBirgit und Michaela Steinfels keine wirkliche Spitze. Erstmals sind die Männer besser mit Thomas Martins, Franz Pascht, Jochen Rau, Arne Rehborn, Uwe Rometsch und Jochim Sirch. Im Schülerbereich, bei den 10 bis 13 Jährigen, gibt es aber wieder einige gute Talente.


 

1980-1989

1981

Der Jahresbericht 1981 beginnt mit der Feststellung, dass die vor 20 Jahren aus dem Nichts entstandene Schwimmabteilung heute eine festeGröße im Verein und in der Stadt ist.

Dass  342 Kinder undJugendliche Beitrag zahlen

Dass  die sportlichenLeistungen weiter stetig nach oben gehen.

Dass  die  Vereinsrekorde von 1970 heute kaum für den 10 Rang in der Bestenliste reichen.

Dass  bei Mannschaftskämpfen die Mengener Schwimmer zu außerordentlichen Leistungen fähig sind.

Dass  die vor 2Jahrzehnten entwickelte Struktur und Organisation heute noch immer besteht,

dass aber trotzdem überprüft werden muss ob Veränderungen und Verbesserungen möglich sind und vor allen dass nach 20 Jahren noch immer der gleiche Abteilungsleiter das Sagen hat.

Dass  die großen Freizeitvorhaben, wie Schwedenreisen und Skilager vernachlässigt werden

Nach neusten Erhebungen, unter Anlegung strengerer Maßstäbe, bleibt Mengen weitere 2 Jahre Landesstützpunkt im Schwimmen, damit verbunden sind erhebliche Vorteile für Verein und Stadt. Leistungsträger sind zur Zeit die Geschwister Michaela und Birgit Steinfels, Bärbel Klein, Birgitta Reddig,  und Claudia Craemer.  Bei den Männern Reinhold Wolfert, Jochen Rau,Thomas Martins, Joachim Sirch, Oskar Hagmann, Franz Pascht, Arne Rehborn und Andreas Schulz. Bei den Mannschaftsmeisterschaften ist der TV ganz vorn.

Die Versorgung mit Übungsleitern ist gut, neu eingestiegen ist Hermann Eisele, Sportlehrer am Gymnasium Mengen.  Für das Training der Mannschaften ist zuständig für die Frauen Bruno Steinfels, Männer Jochen Rehborn, Sportlehrer am Gymnasium Pfullendorf. Frank Dittmann wird nach 20 Jahren aus der Verantwortungfür die ersten Mannschaften entlassen und übernimmt den Nachwuchs der Buben undMädchen der Jahrgänge  1970 bis 1973, also der  8 bis 11 Jährigen, vor allen weil es im letzten Jahr Stagnation beim Nachwuchs gab.

Bemerkenswert: Beim Narrensprung im Februar wurden von der Abteilung

Wurst und Wecken verkauft mit einem Reingewinn von 3500 DM.

 

1982/1983

Die Ordner mit den Jahresberichten, aber auch fast alleZeitungsberichte aus diesen Jahren sind dem Brand im Hallenbad zum Opfer gefallen. Vereinzelte Zeitungsberichte sind aber vorhanden

 

1984

Wenn auch der Jahresbericht und alle weiteren Unterlagen für 1984 fehlen, so ist doch ein Zeitungsartikel der Schwäbischen Zeitung vorhanden. Die Schwimmabteilung feiert 25 jähriges Jubiläum mit einem Fest im Hotel Baier und fast alle  Ehemaligen waren gekommen, angereist aus allen Ecken der Bundesrepublik. Die Begrüßung nahm der 1. Vorsitzende des TV Mengen, Otmar Störkle vor. Der Landrat Jürgen Binder verlieh Frank Dittmann die Ehrennadel des Landes Baden-Württemberg, Lissy Rometsch, Bruno Steinfels und Werner Kugler wurden von Otmar Störkle ausgezeichnet. Der erste aktive Wettkampfschwimmer war Paul Tremmel., aber bald gab es in Serie Bezirks- und Württembergische Meistertitel. 1968 dann der erste Höhepunkt, Brunhilde Hagmann wird beim Deutschen Turnfest in Berlin Deutsche Meisterin im schwimmerischen Fünfkampf. Zur Abschlussveranstaltung marschiert sie mit weiteren Siegern mit Eichenkranz ins Olympiastadion ein. Voraussetzung für das Unternehmen Schwimmabteilung waren natürlich erst das Freibad 1959, dann das Lehrschwimmbecken mit 12,5 m 1962 und dann als Höhepunkt das Hallenbad 1973. Bürgermeister Hermann Zepf war der Motor für alles was mit Sport zu tun hatte und einen speziellen Interesse für den Schwimmsport. Ihm hatte die Schwimmabteilung viel zu verdanken.

Deutlich machte aber auch Dittmann, dass Sport und Training keineswegs schulische Leistungen und ein weiterkommen im Leben beeinträchtigt, denn unter den Ehemaligen saßen sieben Lehrer, eine Universitätsdozentin, 9 Mediziner und mehrere Ingenieure. Martin Rometsch sprach im Namen der Aktiven und Ehemaligen  und überreicht ein Geschenk. Dias von den vergangenen Jahren rundeten den Abend ab bis zum Büffet gebeten wurde.

 

1985

Im Sommer steigt der erste Triathlon in der Region am Baggersee, ausgerichtet von der Schwimmabteilung  des TV Mengen. Ohne jede Erfahrung gelingt das Ganze aber ordentlich. Der Name 1. Internationaler Oberschwaben Triathlon.Viele Zuschauer und schlechtes Wetter. Alle Abteilungen des TV halfen.

 

1986

Die Abteilung ist inzwischen auf über 450 Kinder und Jugendliche angewachsen, Mit diesen Andrang kann die Abteilung nicht weiterarbeiten, weil bei der Masse der schwimmsport-treibenden Kinder eine Förderungder wirklich talentierten Kinder  garn icht möglich ist. Das Leistungsniveau sinkt deutlich.

Die Herrenmannschaft, über Jahre Spitze in der Oberliga Baden-Württemberg, steigt in Freiburg ab in die Landesliga, Der Wechsel von Thomas und Volker Martins nach Freiburg konnte mit den Nachwuchskräften nicht aufgefangen werden.

Im Sommer wurden für den 2. Internationalen Oberschwabentriathlon wieder alle Kräfte mobilisiert und mit viel Erfolg über die Bühne gebracht.

 

1987

Am 4./5. Juli findet der 3. Triathlon statt. Jetzt als Station einer 6-er Serie der Deutschen Triathlon Union. Wie das alles von statten gegangen ist,  kann man nicht mehr nachvollziehen weil die Ordner mit den gesammelten Zeitungsberichten wahrscheinlich in den  Abfallcontainernach dem Hallenbadbrand verschwunden sind. Es war ein großer Aufwand mit Festzelt, einer gewaltigen, extra aufgebauten Wechselzone. Die Schwimmabteilung konnte es alleine gar nicht schultern, der ganze Verein half mit. Der ganze Betrieb in der Schwimmabteilung hat damals gelitten.


 

1990-1999

ZEHN JAHRE FEHLEN ALLE UNTERLAGEN

 

1997

Inzwischen ist der Abteilungsleiter Schwimmen Frank Dittmannauch Vereinsvorstand für den TV geworden, für ihn war es schwer, nein zu sagen. Triathlon war als Unterabteilung in der Schwimmabteilung nicht weiterzuführen und wurde selbstständig. In diesem Jahr ging es aber vor allen ums Geld. Die Stadt wollte, wie schon Jahre vorher,eine  Hallennutzungsgebühr erheben. Man hatteVerständnis dass die Stadt ihre Finanzsituation verbessern wollte. Für michging es aber um die Frage: müssen alle Nutzer städtischer Einrichtungen zahlen,da hatte aber das vorgelegte Konzept eine gewaltige Schieflage. Für den TV sollten Kindergruppen 5 DM, Erwachsene 10 DM für die Übungsstunde zahlen. Der Verein würde so pro Jahr mit 10 000 DM belastet werden. Die Schwimmabteilung sollte für die Kindergruppen 40 DM pro Stunde zahlen, die aktiven Schwimmer sollten sich Jahreskarten kaufen. Ich wollte natürlich wissen wie die anderen Vereine belastet werden. Alles was mit Kultur zusammenhängt, gleich null. Der Dirigent des Musikvereins wird sogar von der Stadt bezahlt. Die Frage, ob die Spieler des FC Mengen auch Jahreskarten kaufen müssen, weil sie ja auch im städtischen Stadion trainieren und spielen. Das Stadion hat 2,5 Millionen gekostet und wird mit 200000 DM pro Jahr abgeschrieben. Für den FC war nichts vorgesehen. Damit wurde dann die ganze Geschichte auf Eis gelegt und ist sie noch bis zum heutigen Tag. Die Schwimmer und Triathleten müssen aber für dasTraining im Freibad Eintritt zahlen, mit Jahreskarten aber erträglich. Die beiden Abteilungen des TV Mengen sind die Einzigen in der Stadt Mengen, die fürs Training in einer städtischen Einrichtungen zahlen müssen.

 

1998

Aus Nachwuchskräften hat sich bei den Mädchen wieder eine starke Mannschaft entwickelt, die für die Zukunft gutes verspricht. Die 12 und13 Jährigen kommen in die Landeskader und damit zu den Trainingslehrgängen desVerbandes.

 


 

2000-2009

2000

Für dieses Jahr gibt es einen ausführlichen Jahres Bericht, aus dem hervorgeht, dass nicht nur Talent sondern auch viel Fleiß und Wille zu Erfolgen im Schwimmsport führen. Geschwommen wurden 32 Wettkämpfe, 50 Schwimmerinnen und Schwimmer waren im Einsatz. Wir waren in München, Wien, Dresden, Offenburg, Eutin in Holstein, Füssen und zweimal in Berlin und hier in der Region bei den Bezirksmeisterschaften. Gefahren wurde überwiegend mit dem VW Bus über 12 000 km.

Für die Mannschaft wurden 249 Trainingseinheiten in Hallen-und Freibad angeboten. Die Kaderangehörigen waren zu Lehrgängen in Barcelona und auf der griechischen Insel Kos.

Die zwei Spitzenathletinnen Simone Weiler und Kathrin Wolfkamen auf 1014 Trainingskilometer, die anderen Schwimmer der Mannschaft nicht viel weniger. Nach jährlichen Aufstiegen bei den Deutschen Mannschaftsmeisterschaften schafften die Mädchen den Aufstieg in die Oberliga Baden-Württemberg mit der Mannschaft Regina Mangold, Renate Sauter, Daniela Willms, Jutta Hüglin, Nina Kölliker,  Susanne Schwanz, Simone Weiler, Ann-Katrin Schierock und  Kathrin und Meike Wolf.

 

2002

Die beiden letzten Jahre sind gleich,. 250 Kinder werden montags bei Doppelbelegung der Schwimmhalle von Lissy Rometsch, Martina Wolf undFrank Dittmann betreut. Die Spitzenleute trainieren 4 Einheiten die Woche, viel zu wenig aber die Leistungen stimmen immer noch. Bruno Steinfels ist alsTrainer und Übungsleiter wieder voll eingestiegen und ist eine große Entlastung.

Die Stadt Mengen zeichnet Frank Dittmann mit der goldenen Verdienstmedaille der Stadt aus. Dittmann sieht diese Auszeichnung als Anerkennung für die Schwimmabteilung, jeder Helfer und Mitarbeiter hat seinenAnteil daran.

Der TV richtet zum ersten Male die Internationalen Baden-Württembergischen Freiwassermeisterschaften am Südsee III mit vielErfolg aus.

 

2003

Am 21.1.03 wurde Frank Dittmann in Stuttgart das Bundesverdienstkreuz verliehen. Staatssekretär Helmut Rau MDL sagte dazu unteranderem: „Sie, Herr Frank Dittmann aus Mengen, haben den Schwimmsport in Mengenund dessen Erfolge seit über 40 Jahren geprägt und die Stadt landes- und bundesweit zur anerkannten „Schwimmstadt“ gemacht. Seit über 40 Jahren, seit 1959, sind Sie Leiter und Trainer der Schwimmabteilung des TV Mengen. 25 Jahre,von 1962 bis 1987 waren Sie Landessportwart Baden-Württemberg. Seit 1990 sind Sie 1. Vorsitzender des TV Mengen, dem größten Verein der Stadt Mengen. Sie waren Kampfrichter bei den Weltmeisterschaften in Berlin, München, Schweden und Ecuador. Sie waren auch Kampfrichter bei den Olympischen Spielen 1972 in München. Unter Ihrer Ägide sind Sieger aus der Triathlon-Abteilung bei denOlympischen Spielen und aus der Behindertensportabteilung bei den Paralympics hervorgegangen – ich erwähne nur den Behindertensportler und Medaillengewinner Peter Haber (In Sydney 2000 Silber über 100 m; Gold- und Silbermedaille bei der WM 1994, 3 mal Gold und Silber in Barcelona 1992). Ganz besonders hervorheben möchte ich Ihre überaus erfolgreiche Jugendarbeit. Ihr Verantwortungsbewusstsein und Ihre Einsatzfreude, sich stets aktiveinzubringen, zeichnen Sie aus. Sie sind ein leuchtendes Vorbild für alleJugendlichen."

 

2004

Wieder gibt es internationale Baden-Württembergische Freiwasser-Meisterschaften am Südsee III in Zielfingen. Ein idealerAustragungsort. Bei der Jahreshauptversammlung des TV ist Gelegenheit sich be iallen Sponsoren und Helfern zu bedanken. Valett und Ott, die Familie Strothmann, erlaubt die kostenlose Nutzung der Einrichtungen am Südsee III. Feuerwehr und Rotes Kreuz sind zur Stelle. Genügend Helfer aus der Schwimmabteilung und Helfer aus der Triathlonabteilung sorgen für Kampfrichtereinsatz und die Bewirtung der Gäste. Von der Firma Sport Dietsche erfährt die Abteilung laufend Unterstützung. Peter Jung von der Firma Mode Jung unterstütz seit Jahren die besten Schwimmerinnen des Vereins mit modischer Kleidung. Die Firma Radsport Walser spendiert hochwertige Badekappen. Bruno Steinfels, Katja Kraft, Lissy Rometsch, Martina Wolf stehen Woche um Woche am Beckenrand beim Nachwuchs.Anita Kruzic ist verantwortlich für das jährliche Vereinsheft.  Als sechsjähriger Knirps mit dem Schwimmen angefangen, jetzt in Nürnberg wohnend und 44 jähriger erfolgreicher Masterschwimmer: Dr. Joachim Sirch betreut die Homepage der Schwimmabteilung und führt die Bestenlisten. Der Dank geht ebenfalls Jahr für Jahr an die Stadt, die Schwimmmeister, Hausmeister und die Eltern unserer Schwimmer, für die Fahrdienste und die Kampfrichtereinsätze beiden Wettkämpfen.

 

2005

Alles läuft in der Schwimmabteilung so rund, dass man sichgar nicht vorstellen, dass auch mal etwas dagegen gehen kann. Kathrin Wolf ist in blendender Form und macht sich berechtigte Hoffnung bei Süddeutschen und Deutschen Meisterschaften ganz vorne mit zu schwimmen., dann verletzt sie sichund fällt die ganze Langbahnsaison aus.

Das Wetter im Jahr war nicht besonders und alles freute sich auf das Hallentraining, aber die Stadt begann nach der langen Sommerpause mit der Sanierung der Decke im Hallenbad erst mit Schulbeginn nach den Sommerferien. Alle Schwimmkurse fielen aus und für die Mannschaft begann das Herumreisen nach Ertingen  und Sigmaringen in die Lehrschwimmbecken und samstags nach Winterlingen zum Training. Die Mannschaftsmeisterschaften mussten abgesagt werden, für die Frauen war das der freie Fall in die Bezirksliga. Was keiner so recht glauben wollte, Mitte November war das Bad wieder betriebsbereit, doch die Herbstsaison war kaputt. Aber nach den Weihnachtferien wurde mit allen Kursen  neu gestartet.

 

2006

Die Anforderungen im Schwimmsport um wenigstens zur Spitze im Land zu kommen werden im größer. Unser viermaliges Training im Wasser plus einmal Landkonditionierung sind 50 % von dem was andere Vereine ihren Mannschaften abverlangen. Und trotzdem schwimmen wir noch vorne mit. 21Schwimmer und Schwimmerinnen stehen wieder zur Ehrung durch die Stadt an.

Aber unabhängig von den Leistungen und Platzierungen von denen man in den Zeitungen lesen kann ist unsere Nachwuchsarbeit. Zwei Grundkurse, immer beginnend nach den Sommer- und Weihnachtsferien für 5 jährige Kinder sind regelmäßig ausgebucht. Dabei erhalten die Kinder die Grundlagen zum Schwimmen vermittelt. Nicht mit dem Kopf über Wasser eine kurze Strecke schwimmen zu können, sondern mit dem Wasser vertraut sein und alle Schwimmarten zu erlernen ist unser Ziel. Lissy Rometsch und Katja Kraft vermitteln das gekonnt. Fördergruppen bildensich aus den Schwimmkursteilnehmern, die 8 und 9 Jährigen üben schon montags und  freitags.. Die Besten unter ihnen starten dann beim Prüfungsschwimmen im Frühjahr.

Schwierig wird es mit den 10 Jährigen. Sie wechseln zu fast 100%  auf Gymnasium und Realschule und da wird mehr gefordert.. Dreimal Training, davon einmal abends sollte sein. Dann sind es oft Eltern, die sagen es geht nicht mehr, die Schule hat Vorrang. wie dann auch bei den 12 und 13 Jährigen, die abends zweimal bis 21 Uhr trainieren sollten. Keine Probleme gibt es mit den älteren Schwimmern und Masters, die bekommen ihre Trainingspläne und haben Spaß an der körperlichen Belastung.

Nur diese Struktur und das Miteinander aller Gruppen und derl ückenlose Übergang aus den Schwimmkursen zu Fördergruppen in die Schüler- und Jugendaltersklassen in die Mannschaft und dann zu den Masters macht den Jahrzehnte langen Erfolg der Schwimmabteilung des TVMengen aus. 

 

2007

Bruno Steinfels ist allein verantwortlicher Cheftrainer der Mengener Schwimmtruppe und entlastet damit den nun 80 jährigen Frank Dittmann entscheidend. Josef Reuter soll sich um den Nachwuchs kümmern, damit haben wir zwei fachlich ausgezeichnet Trainer am Beckenrand. Dittmann kümmert sich weiterum die Masters, ist Urlaubs-  und Kranken-vertreter für alle Gruppen, für das Sprungtraining für die Mehrkämpfe rund die gesamte Verwaltung der Schwimmabteilung mit der Kasse, vor allen aber sorgt er um den reibungslosen Ablauf aller Schwimmkurse.

Kathrin Wolf holt den 50. Titel bei IABS Meisterschaften und ist damit erfolgreichste Schwimmerin in fast 60 Jahren IABS.

 

2008

49 Jahre TV Mengen Schwimmabteilung, das kommende Jahr soll das Jahr der Jahre werden, eine 50 Jahr Feier steht ins Haus.

Es war Bürgermeister Zepf, der mit Inbetriebnahme des Hallenbades 1973 forderte:  „Sorgt dafür dass Leben in das Bad kommt. Das heißt den Kindern frühzeitig schwimmen lernen, Spiel und Spaß für Freizeit und Sport zur Erhaltung der Gesundheit, nicht nur für die Jugend  auch für das Mittelalter und besonders für das Alter“. Dieser Aufgabe haben wir uns mit Erfolg gestellt. Es gibt keine Schwimmschule weit und breit, die über Jahrzehnte so erfolgreich arbeitet. Die Kooperation Schule und Verein mit der Grundschule ist beispielhaft.  In der Abteilung läuf talles rund. 

2008 wurden drei Deutsche Meisterschaften nach Mengen geholt, überzeugend die 4x200 m Kraulstaffel der AK 120 bis 160 in der Besetzung Nina Kölliker, Simone Weiler, Kim Stüber und Katja Reibel in Köln. Kim Stüber gewinnt den Titel in Prien im Freiwasser über 5000 m und internationale Schweizer Meisterin im Zürichsee über 3000 m. Weiter bei Deutschen Meisterschaften sechsmal Silber und achtmal Bronze.

Auf Landesebene angelten Mengener Schwimmer und Schwimmerinnen 29 Gold, 19 Silber und 22 Bronze Medaillen aus dem Wasser.

Die Frauenmannschaft ist wieder aufgestiegen in die Württembergliga, im Rückkampf schaffte sie in Böblingen  mit 17 487 Punkten Rang zwei noch vor Oberliga Mannschaften.

Mit 236 Titeln bei Meisterschaften der IABS steht der TV Mengen an 3. Stelle der Vereinswertung hinter SK Sparta Konstanz und SSF Singenin der 60 jährigen Geschichte der IABS.

Das Jubiläumsjahr kann kommen.

 

2009  KATASTROPHE   

Am 13 Januar brennt das Hallenbad ab. Erst am 15 Dezember war nach zu langer Bauzeit die Außenrenovierung, vor allem mit dem neuen Pultdach und der Photovoltaikanlage abgeschlossen. Alles Planen und Organisieren auf ein gutes Jahr 2009 war vorbei. Wie soll esweitergehen?

Doch schon am nächsten Tag nach dem Brand ging die Suche nach Trainings- und Übungsmöglichkeiten los. Die Anfängerschwimmkurse mussten ersatzlos ausfallen.  Es war montags Platz auf einer Bahn in Riedlingen für einen Teil der Fördergruppe, die Mannschaft mit maximal 20 Aktiven konnte mit dem Nachwuchs ab 19 Uhr in Pfullendorf, ebenfalls 16 2/3 m Bahn, trainieren und die Schwimmkurse der Fortgeschrittenen hatten 3 Stunden in Hohentengen. Dienstags konnten wir 2 Stunden von 16 bis 18 Uhr in Ertingen belegen, mittwochs Trockentraining in Mengen, Donnerstag war es möglich mit 6 Schwimmerinnen in Saulgau mit zuschwimmen,  freitags dann von 20 bis 21.30 Uhr für alle auf der 25 m Bahn in Meßkirch. Samstag und sonntags konnten dann wieder einige Schwimmerinnen in Saulgau mit der Mannschaft mit schwimmen. Außer in Riedlingen und Pfullendorf müssen wir in den anderen Bädern Hallennutzungsgebühr zahlen. Die Stadt Mengen unterstütz uns mit 50%, dafü rvielen Dank. Aus eigener Kasse können wir die Kosten gar nicht schultern 

Im Sommer war unser Freibad Mengen der Dreh- und Angelpunkt. Selbst bei miesen Wetter wurde fleißig geschwommen und im Spätsommer die Grundlagen für die Herbstwettkämpfe geschaffen. Dass die Abteilung handlungsfähig blieb, ist allen Helfern und Mitarbeitern zu verdanken und den Eltern, die mit der kostenlosen Fahrerei in die umliegenden Bäder eine großeHilfe waren. So hoffen wir auch noch das Frühjahr 2010 zu überbrücken, um dann im Sommer im Freibad und mit der Hallensaison ab September 2010 wieder vollzuschlagen zu können.  Sehr gute Nachwuchsschwimmer und eine intakte Frauenmannschaft sind uns erhaltengeblieben.

Immerhin wurden 50 Jahre Freibad gefeiert, dieSchwimmabteilung gestaltete die Feierlichkeiten. Bilder davon gibt es hier.

Das so groß geplante Fest fällt den Umständen zum Opfer und wird verspätet nachgeholt.

 


 

Schweden

Jugendbegegnungenzwischen 1967 und 1987  (von Frank Dittmann)

In einer Fachzeitschrift fand  ich 1966 eine Anzeige, dass ein schwedischer Schwimmverein, die Simsällskap Sala, Kontakt zu einem deutschen Verein suchte. Die Schweden suchten für ihre Europareise einen Wettkampfgegner für einen Clubkampf mit einigen Tagen Aufenthalt vor Ort. Ein Gegenbesuch in Schweden wurde angeboten. Wir wurden uns einig und 1967 hatten wir den ersten Schwedenbesuch hier in Mengen. Mit Bürgermeister Zepf  wurde die Truppe vor dem Rathaus empfangen,untergebracht und voll verköstigt  im Roten Ochsen. Ein internationaler Clubkampf mit der Prinzessin Britta ausSchweden als Schirmherrin fand großes Interesse. Ein Höhepunkt, besonders für die Schweden der Empfang für die ganze Truppe, mit Mengener Schwimmern, auf dem Schloß in Sigmaringen mit anschließender Besichtigung. Natürlich Besuch auf der Mainau., die ja auch schwedisch ist. Eben ein volles Programm, wenn man Freunde empfängt. Ich kann aber nicht mehr nachvollziehen, wie der Aufenthalt der über 30 köpfigen Gruppe finanziert wurde. Sicher hat damals die Stadt, BürgermeisterZepf war eingebunden, nicht unerheblich geholfen.

1968

Osterferien, die 68er machten Aufstand in Deutschland und mit 25 Schwimmern und Schwimmerinnen startete der TV zur ersten Skandinavienreise. Mit von der Partie waren vor allem die 18 bis 20 Jährigen Werner Kempin, Karl Traub, Martin Rometsch, Holger Babbel, Reinhold Haser,Roman Dietsche, Hans Veil und bei den Mädchen Brigitte Waser, Regina Zepf, Brunhilde Hagmann, Brigitte Bausch, Renate Dietsche um nur einige zu nennen.Als Jüngste waren die gerade mal 12 jährigen Reinhold Wolfert und Birgit Dittmann mit unterwegs. Für die 1650 km bis Sala musste ein Übernachtungstopp in der Jugendherberge Stintfang am Hamburger Hafen reichen.  In Sala ging dann ein volles Programm ab. Unterbringung im Sala Stadshotellet  Zwei Wettkämpfe in Warmbadhuset in Sala und in Västeras. Empfang bei der Stadt. Kirchenbesuch. Abstieg in die Silbergrube, Hochzeitsfeier in einer Sockenkirchebei Sala. Saunabaden in Mans Ols mit Bad im noch halb zugefrorenen  See und zum Abschluss eine phantastisches Essen, ein schwedisches Smörgassbord,wie es reichhaltiger und besser nicht sein konnte.  Es gab Tränen zum Abschied. Auf der langen Fahrt zurück mit einem weiteren Übernachtungsstopp war es sehr ruhig im Bus, Schlaf musste nachgeholt werden. Aber die Schwedenreise mit dem Aufenthalt in Sala war „wunderschön“. So auch die Überschrift in der Tageszeitung „ Sala Allehanda“ vom Dientag den 16. April 1968 mit einer ganzen Seite über unserenBesuch.

1971

Die 2. Nordlandreise wurde wahr und die Busfahrt ging nicht nur geraden Weges nach Sala und zurück. Wir fuhren wieder nach Hamburg mit Übernachtung in der Juhe und von dort weiter nach Kolding in Dänemark zu einem Clubkampf. Völlig ungewohnt für uns ein Hallenbad mit Meerwasser, es gab aber mächtigen Spaß, weil die Bruststaffeln von uns kaum besetzt werden konnten und Betreuer einspringen mussten, die dann auf den 50 m Strecken große Schwierigkeiten hatten. Nach einer unruhigen Übernachtung in der Jugendherberge aber mit tollen Frühstück ging es nach Kopenhagen und von dort mit der Nachtfähre nach Oslo. Die Fahrt durch den Oslofjord am frühen Morgen war einbesonderes Erlebnis. Zwei Tage in Oslo mit viel Programm, unter anderen Holmenkollen Skisprungschanze und die Museumsinsel Bygdeöy mit der Fram und KonTiki. Auf der Fahrt nach Sala einen Stopp zum Mittagessen in Rottneros, Selma Lagerlöfs Wohnsitz und weiter am See Fryken entlang zum Ziel nach Sala. Unsere Freunde zelebrierten wieder eine nicht zu überbietende Gastfreundschaft mit dem gleichen Programm wie vor drei Jahren. Die Rückfahrt ging aber dann mit nur einer Übernachtung auf direkten Weg nach Hause Eine Elternversammlung im Herbst mit Lichtbildervortrag war ein voller Erfolg und die Frage kam auf, wann fährt man wieder und vielleicht kann man engagierte Eltern mit auf Tour nehmen.

1974

Wieder ging es nach Schweden, um aber neben den Zuschüssen für die internationalen Jugendbegegnungen der Deutschen Sportjugend auch noch Mittel aus dem Jugendplan für Berlinbesuche auszuschöpfen, ging die Fahrt erst nach Berlin. Für viele Fahrtteilnehmer zum ersten Male eine Fahrt durch die DDR und staunen über den Aufwand der Polizeikontrollen an der DDR Grenze. In Berlin dann neben Baden im Wannensee, Olympiastadion, bummeln über den Ku‘damm, Rundfahrt durch Ostberlin und freie Stunden. Die 14 jährigen Buben waren recht übermütig. Im Jugendgästehaus gab es Ärger, weil eine Bleiglasscheibe zertrümmert wurde. Aber wir konnten ja flüchten und auf der Fahrt nach Hamburg noch einmal DDR pur erleben, schon der Brötchenkauf auf der Transitstrecke war nicht einfach.  Auf der Schwedenfähre von Saßnitz nach Trelleborg war Cäptens Büffet für alle gebucht, schwedische Vielfalt beim Smörgasbord, alle Sorten Fleisch, Hummer und Lachs, Fisch in allen Variationen und bei den Beilagen auch einfache Bratkartoffeln, was will ein Oberschwabe mehr, da wird auch der Hungrigste satt. Dann wieder die lange Reise durchs Land. In Sala fast das gleiche Programm, wie in den Jahren vorher, es waren ja viele der Teilnehmer das erste Mal mit dabei. Feiern und Wettkämpfe, Grillabende, Ausflug nach Stockholm mit der Wachablösung am Schlossund wieder viele, viele Tränen beim Abschied aus Sala.

1977

Die 5. Skandinavienreise startete im Juli. Reiseroute über Hamburg und weiter direkt nach  Sala. Wieder das volle Programm in Sala wie gehabt. Natürlich Stockholm, hier Schloss und Altstadt, Skansen und Besuch von Gröna Lund, dem großen Vergnügungspark, hier war der 10 jährige Dirk Dittmann verloren gegangen. Die ganze Truppe schwärmte aus und schließlich wurde er bei den Wahrsagerinnen im hinteren Teildes Parks gefunden. In Sala war man zum ersten Male weitgehend bei Familien oder in Ferienhäusern untergebracht. Aber der ganze Aufenthalt so herzlich wie immer. Die Rückfahrt ging über Oslo dieses Mal mit langen Besuch im weltberühmten Vigelundpark, natürlich auch wieder zum Holmenkollen und Bygdeöy. Auf dem Rückweg Übernachtung und Aufenthalt in Kopenhagen  Viele der Schwimmerinnen und Schwimmer waren schon zum zweiten Male mit auf der Reise und kamen auf den Fähren bestens zurecht.

1987

Nach 10 Jahren Pause gab es eine 6. Skandinavienreise. Anlass war 60 Jahre Schwimmverein Sals SS und 20 Jahre Freundschaft mit dem TV Mengen. Außerdem hatten wir zwei Gegenbesuche als Gutschrift auf dem Konto. Nach der langen Pause war es für fast alle Teilnehmer  die erste Reise nach Schweden. Mit Pausen wurde bis Travemünde durchgefahren, dort auf dem Parkplatz gegrillt und 21,15Uhr dann die Fähre  zur Nachtfahrt nachTrelleborg genutzt. Es war eine lange und beschwerliche Nacht  für die Jungend, aber zugleich das Aufregendste vom ganzen Tag. Der Reiseleiter schlief unbehelligt die ganze Nacht. Mit einigen Stopps schafften wir dann am nächsten Tag die knapp 700 kmbis Sala  bis zum späten Nachmittag. Empfang wie immer von Sten Ove Nyström und große Überraschung, die ganze Woche bei voller Verpflegung, das neuerbaute Stadshotelett als Unterkunft. Für alle Fahrtteilnehmer war alles neu und es konnte  keine bessere Stimmunggeben. Somit waren die Tage durch das Programm mit Wettkämpfen, Silbergruben Besichtigung, Besuch und Besichtigung von Västeras, einen Vormittag bei der Feuerwehr in Sala mit Vorführungen, viel Baden im Moorsee Mans Ols und Grillvergnügen, aber auch die Fahrt nach Stockholm mit einem Zwischenstop in Uppsala voll ausgefüllt. Aber auch der Tag in Stockholm mit Stadtbesichtigung mit Boot vom Wasser aus, Altstadtbummel und natürlich Gröna Lund und für die älteren Semester Skansen  war recht anstrengend. Am 17. Juli Abschied von Sala schon morgens 6 Uhr, so erreichten wir schon die Fähre um 14.30 in Hälsingborg und waren kurz vor 16 Uhr in Kopenhagen. Alle konnten 2 Stunden die Innenstadt allein erkunden, um dann gegen 18 Uhr in die Jugendherberge zu kommen.Nach einem reichhaltigen Abendessen wollten natürlich alle ins Tivoli. Aber ein Gewitter stoppte erst einmal das Unternehmen, aber schließlich ging es doch noch los und die Jugend konnte sich bis 23 Uhr im größten Vergnügungspark im Norden austoben.

Schon vor 8 Uhr ging es weiter Richtung Heimat, wir waren zeitiger als geplant an der Fähre in Korsör und kamen auch gleich mit, so waren wir schon bald in Hamburg, machten einen Stopp für eine Hafenrundfahrt und fuhren weiter zur Übernachtung nach Fallingbostel in die Jugendherberge. Es wardie letzte Nacht auf der Reise und die Jugend hatte es schwer zur Ruhe zukommen, ein mehrmaliges Eingreifen der Ordnungskräfte war nötig.

Dafür war es dann auf der Heimfahrt recht ruhig, die letztenVorräte an Schwarzwurst und Landjägern waren bald aufgegessen, so dass zur Müdigkeit noch Kohldampf  kam.

Am späten Nachmittag wurde nach 11 Reisetagen der Parkplatz am Hallenbad in Mengen angesteuert und alle fanden die Reise toll, waren aber auch froh wieder bei Mutti zu sein.

 


Masters

War es in den 70er Jahren noch üblich, spätestens im Altervon 20 Jahren mit dem Schwimmen aufzuhören, änderte sich dies in den folgendenJahren. Immer mehr Sportler machten auch jenseits der 20 Jahre weiter mit dem Schwimmen.

Schon seit den 60er Jahren gab es vereinzelt sog. Seniorenwettkämpfe, bei denen die „Alten“, in Altersklassen gegeneinanderantreten konnten. Da das ganze international unter dem Begriff „Masters“ lief,setzte sich diese Bezeichnung auch in Deutschland durch.

Vom TV Mengen waren zum ersten Mal 1986 Masters am Start,und zwar bei den zum 2. Mal ausgetragenen Internationalen Deutschen Meisterschaften der Langen Strecken in Berlin, im folgenden Jahr dann die Deutschen Kurze Strecke im Bayerischen Wald in Grafenau und im Jahr darauf in Sindelfingen. Hier war auch der erste internationale Auftritt Mengener Mastersschwimmer bei der Europameisterschaft1993. Ab diesem Zeitpunkt waren es eigentlich nicht mehr einzelne Schwimmer, sondern meistens eine richtige Mannschaft, die zu den Wettkämpfen fuhr, jährlich abwechselnd EM und WM, und dann natürlich die offiziellen Wettkämpfeauf Landes- und Bundesebene und diverse Schwimmfeste, sowie ab 1996 auch die Deutschen Mannschaftsmeisterschaften der Masters.

 

1993

EM in Sindelfingen, erste Erfahrungen auf "internationaler" Ebene.

 

1994

WM in Montréal, 3 Schwimmer und 1 Trainer machen Erfahrungenbei der WM. Schon damals war der Andrang riesig, und es wurde von früh bis spätin die Nacht geschwommen, es gab noch keine Einstart-Regel.

 

1995

EM in Riccione. Eine schon recht große Truppe Mengener Schwimmer machte sich auf nach Italien. Auch hier wieder Wettkämpfe von früh bis in die Nacht, aber gefeiert wurde natürlich auch.

 

1996

Jetzt war man schon eine richtige Masterstruppe und besuchte auch noch andere Wettkämpfe. Den Auftakt machte eine zeit lang das Freiburger Masters-Meeting Anfang Mai, danach war im Juli die WM in Sheffield. Hierkonnten die Masters zum ersten Mal unseren langjährigen Trainer Frank Dittmann bei seinem 1. Wettkampf  beobachten.

Im Oktober dann bundesweit in 5 Orten die Vorkämpfe zur 1. Deutschen Mannschaftsmeisterschaft der Masters, wir schwammen im eigenen Bad in Mengen, und kamen auf Rang 16, die ersten 12 Mannschaften schwammen in der Endrunde den Deutschen Meister aus.

 

1997

EM in Prag, wieder war eine recht große Truppe am Start, die Unterkunft wie immer erstklassig, im Fußballstadion. Zuvor in Freiburg wieder der Auftakt, im Herbst die Ba-Wü Meisterschaften in Göppingen.

 

1998

Die WM war in Casablanca, da hatten sich nur 3 Mengener auf den Weg  gemacht nach Afrika, aber inzwischen kannte man ja auch genug Schwimmer aus anderen Vereinen, so dass man auch dort nie alleine war. Im Oktober und November wieder DMS und Ba-Wü, diesmal in Villingen.

 

1999

EM in Innsbruck, da waren natürlich wieder mehr mit von derPartie. DM kurze Strecken in Karlsruhe, DM Lange Strecken im April auf der Kurzbahn in Wuppertal. Ba-Wü Lange Strecken in Leonberg.

 

2000

WM in München. Da jeder nur einzeln für sich anreiste, und der Andrang an Masters kaum mehr zu bewältigen war, blieb diese WM in nichtg anz so guter Erinnerung.

 

2001

EM in Palma, und wir alle wohnten zusammen auf einer Finca. Eine sehr schöne Woche auf der Urlaubsinsel.

 

2002

WM in Neuseeland, zum ersten mal ohne Schwimmer aus Mengen, war einfach zu weit. Dafür alle anderen Wettkämpfe besucht, Freiburg im Mai, DM in Berlin, Ba-Wü und im November ein Masters-Meeting in Bregenz.

 

2003

EM in Millau. Bei den Franzosen läßt es sich gut leben, schönes Bad, gut organisierter Wettkampf und auch einige Ausflüge in die nähere Umgebung. Wann kommt man schon mal wieder in diese Gegend. DM Lange Strecken in Köln.

 

2004

Wieder Riccione, diesmal aber WM. Und zum ersten Mal wurde in 2 50-m-Becken gleichzeitig geschwommen, das hat den Zeitplan entschärft, und die Wettkämpfe waren doch schon deutlich vor Einbruch der Dunkelheit zu Ende.

Zuvor die DM Lange Strecken in Halle und traditionell die Eröffnung der Wettkampfsaison für die große Mehrheit der Mengener Masters inFreiburg.

 

2005

Anfang Mai das Meeting in Freiburg, die DM Lange Strecken in Köln, Kurze Strecken im Juli in Bonn. EM dann im August in Stockholm. Leider nur eine kleine Truppe von 4 Schwimmern machte sich auf den Weg in den hohen Norden. Eine traumhafte Stadt und tolle Bedingungen im Eriksdalbadet. Ein Highlight sicher auch der Ausflug nach Sala, wo wir ein paar unserer alten Freunde wieder trafen und Erinnerungen an die Jugend wach wurden beim Besuch von Mans-Ols. (siehe Kapitel Schwedenreisen).

 

2006

WM in Stanford, nur 2 Mengener in USA. Wieder wurde in 2 Becken parallel geschwommen. Ansonsten im Mai zum letzten Mal das Masters-Meeting in Feiburg, seitdem findet es leider nicht mehr statt.  Bei der DM Lange Strecken in Berlin gab es einen DM-Titel für die 4x200 Freistil-Staffel in der AK 100. Bei der DM kurze Strecken in Dresden holte sich Kathrin Wolf 4 Titel.

Zum ertsen Mal starteten auch Mengener Masters bei den Swiss-Open, die in Fiesch ausgetragen wurden.

Ba-Wü Kurze Strecken in Dagersheim mit unzähligen Titeln und Podestplätzen, die Langen Strecken fanden dann in Eppelheim statt, auch hierwieder einige Titel.

 

2007

DM Lange Strecken in Osnabrück, im neuen Nette-Bad. Die DM Kurze Strecken dann in Regensburg mit einem großen Aufgebot, und demTitelgewinn von Dani Seidner-Schierok über 50 S. Die EM in Kranj wurde von einer kleineren Truppe besucht, die waren aber begeistert vom Organisationsgeschick der Slowenen, die innerhalb einer halben Stunde denWettkampf vom Außenbecken wegen Unwetter in die Halle verlegten.

Die Masters-DMS fand in Brühl statt, dort wurde landesweit der 3. Platz belegt. Die Ba-Wü kurz und lang fanden wie immer im September und Oktober, diesmal in Eppelheim und Mühlacker.

 

2008

Die WM in Perth war wohl zu weit weg, und so machten sich im April nur 2 Schwimmen auf die lange Reise ans andere Ende der Welt. Beindruckend war Australien sowieso, aber aus schwimmerischer Sicht vor allem das Aquatic Centre in Perth. 2 50-m-Becken außen,  eine 50-m-Halle, sowie noch Sprungbecken und Wasserballbecken extra. Das toppte selbst noch Stanford.

Zuvor noch die DM Lange Strecken in Köln, wo die Mädels der AK 120 wiederum Deutscher Meister in der 4x200 Freistilstaffel wurden.

Die DM Kurze Strecken dann im Sommer in Sindelfingen.

 

 

2009

Mit dem Brand unseres Hallenbades im Januar verloren die Masters die Trainingsmöglichkeiten, und wohl auch ein bisschen denZusammenhalt. Einzig Kim Stüber schwamm noch bei allen Wettkämpfen wie DM Lange Strecken in Uelzen oder die DM in Magdeburg. Bei der EM in Cadiz, die in einer Halle direkt am Strand ausgetragen wurde, waren dann wieder 3 Schwimmer am Start, ebenso bei den Ba-Wü Meisterschaften in Cannstatt.

 


 

Feier 30. Oktober 2010

 

Ein Jahr nach dem eigentlichen Geburtstag der Schwimmabteilung konnte die entsprechende Feier dazu endlich stattfinden. Durch den Hallenbadbrand im letzten Jahr waren vielen Unterlagen unbrauchbar geworden. Durch mühsame Arbeit war es gelungen, ein Teil der Chronik wieder lesbar zu machen, so dass die Festschrift, in der die 50 Jahre in Wort und Bild dokumentiert sind, schon Wochen vorher fertig war und mit der Einladungverschickt werden konnte. Schwierig war es teilweise auch die ehemaligen Schwimmer ausfindig zu machen, aber bis zum Schluss konnten doch die meisten eingeladen werden. Und es kamen viele. Der Großteil der rund 130 Gäste waren ehemalige Schwimmer, die Frank Dittmann zu Beginn begrüßen konnte. Danach folgten die Grußworte von Bürgermeister Bubeck und TV-Vorstand Hagmann, bevor Frank Dittmann und Bruno Steinfels mit dem Ehrenbrief, der höchsten Ehrung des Württ. Schwimmverbandes ausgezeichnet wurden. Nach dem Buffet wurden die ehemaligen und aktuellen Schwimmer des Vereins, alle von Frank Dittmann vorgestellt. Beeindruckend wie der inzwischen 83-jährige alle Schwimmer mit Namen und beruflichem Werdegang vorstellte, begonnen bei der 48-ern bis zum Jahrgang 1998. Aus seinem Gedächtnis hätte er sicher auch noch zu jedem die Bestzeiten gewusst, aber das hätte dann den Rahmen gesprengt. In einer Präsentation von Michael Schierok wurden dann die 50 Jahre Schwimmen in Mengen nochmals in Bildern lebendig. Leider konnten natürlich nicht alle Ehemaligen kommen, und so hatten die Brüder Martins, die beide in Mengen das Schwimmen gelernt hatten und heute als Chaostheater Oropax durch Deutschland, Österreich und die Schweizt ouren, ein Grußwort als Video geschickt (zu sehen hier). Eingerahmt wurde das Programm durch eine Tanzeinlage der Schwimmerinnen und ein paar Klarinettenstücke, ebenfalls vorgetragen durch Schwimmerinnen. „Wir können aucha nderes als nur Kachelnzählen“ war ja das Motto der Feier. Aber auch nach dem Programmteil war es nie langweilig, hatte man sich doch zum Teil lange Zeit nicht gesehen, und so gab es viel zu erzählen. Die letzten wurden gesehen, als sie um 4 Uhr früh den Schwarzen Adler verließen.

(Joachim Sirch, 31.10.2010)

 

Festschrift

 

Grußwort Oropax

 

Bericht Schwäb. Zeitung

 

Fotoreportagein der Schwäb. Zeitung

 

 

Präsentation von Michael Schierok